Sanierte Hans-Scholl-Halle, Foto: Anton Brandl
2024–2025 Sanierung der Hans-Scholl-Halle
Die Hans-Scholl-Halle in der Studentenstadt Freimann wurde im Auftrag des Studierendenwerks München Oberbayern umfassend saniert und umgebaut. Das Projekt umfasste die Modernisierung der Innenräume sowie die Erneuerung wesentlicher Teile der Fassade. Die bauliche Umsetzung erfolgte innerhalb von nur 14 Monaten.
Die Hans-Scholl-Halle ist seit 1974 die zentrale Gemeinschaftseinrichtung der Neustadt und wurde nun auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Die alte Sporthalle wurde zu einer Versammlungsstätte ausgebaut und um eine Prallwand ergänzt. Die bestehende Küche wurde zu einer gewerblichen Gastroküche umgebaut und die Sanitär- und Nebenräume wurden neu organisiert, erweitert und barriereärmer gestaltet. Im Gastraum ist nun zum Atrium hin eine vollständig öffenbare Glasfront vorhanden.
Das Projekt schafft somit einen zeitgemäßen Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner der Studentenstadt und stärkt die gemeinschaftliche Infrastruktur sowie die langjährige selbstverwaltete Struktur des Quartiers.
Haus 11 „Blaues Haus“, Foto: Rainer Taepper
2019–2023 Sanierung Haus 11
Mit dem Baubeginn 2019 wurde die umfassende Modernisierung des Blauen Hauses 11 in der Studentenstadt eingeleitet, die nach einer intensiven Bauphase erfolgreich 2023 abgeschlossen werden konnte. Im Zuge der Sanierung wurde die ehemalige Balkonebene in die Wohnfläche integriert und dadurch zusätzlicher Wohnraum für die Studierenden geschaffen. Ergänzend entstand ein außenliegender Fluchtbalkon, der die Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz erfüllt und die Erschließung des Gebäudes verbessert.
Die Planung vom „Blauen Haus“ mit 246 Wohnplätzen, inzwischen Sophie Scholl gewidmet, wurde von bogevischs buero architekten erstellt, die Ausführung erfolgte durch Christoph Maas Architekturbüro GmbH.
2011–2012 Sanierung Kinderkrippe
Sanierung der Kinderkrippe „Bim-Bam-Bino“.
2006–2010 Sanierung der Altstadt
Komplettsanierung Egon-Wiberg-Haus und Max-Kade-Haus: In alle Zimmer werden individuelle Sanitäreinrichtungen eingebaut.
Fassadensanierung des Hanns-Seidel-Hauses.
2005 micro compact home
Vor dem Hintergrund der studentischen Wohnungsnot in München entstand das Projekt als Studie zum individuellen Wohnen auf engstem Raum am Lehrstuhl von Prof. Richard Horden an der TUM. Realisiert wurden die sieben von O₂ gesponserten Prototypen unter der Leitung des Architekturbüros Haack und Höpfner.
2004 Dieter-Maßberg-Haus
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Studentenstadt benennen Haus 14 nach dem scheidenden Geschäftsführer des Studierendenwerks München in „Dieter-Maßberg-Haus“. Dieter Maßberg bleibt bis 2021 Geschäftsführer des Studentenstadt München e.V.
2001–2002 Wohncontainer
Not macht erfinderisch. Um auf die sich weiter zuspitzende Situation der Studierenden in München aufmerksam zu machen, stellt der Verein auf dem Gelände der Studentenstadt Wohncontainer auf. So finden 24 Studierende zumindest vorübergehend eine Unterkunft.
In einem Projekt werden die Container von Studierenden der Akademie der Bildenden Künste unter der Leitung von Prof. Manfred Kovatsch künstlerisch gestaltet. Das Provisorium blieb fünf Jahre und wurde erst 2006 wieder demontiert.
2000
Die Wohnungsnot der Studierenden in München erreicht einen neuen Höhepunkt. Viele Studierende haben zu Beginn des Semesters noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf, so dass Notunterkünfte eingerichtet werden müssen, z.B. in der Hans-Scholl-Halle in der Studentenstadt.
1996 Goldene Weißwurscht
Im Rahmen des StuStaCulum wird zum ersten Mal die „Goldene Weißwurscht“ vergeben – ein Preis für Nachwuchskabarettisten, der sich in den vergangenen Jahren als echtes Sprungbrett für junge Kabarettisten erwiesen hat.
1989 25 Jahre Studentenstadt München
Zum ersten Mal findet in der Studentenstadt das StuStaCulum statt – und wird ein riesiger Erfolg. Inzwischen ist das jährliche Festival das größte studentische Theater- und Kulturfestival Deutschlands mit mehr als 30.000 Besuchern Jahr für Jahr.
Auf Initiative von Bewohnern gründet sich der StuStaNet e.V. und richtet das erste wohnheimweite Netzwerk ein. Bis heute bietet der Verein seinen Mitgliedern zusätzliche Angebote, die das Studierendenwerk nicht zur Verfügung stellen könnte.
SV Studentenstadt Freimann
1977 Sportverein
Gründung des Sportvereins in der Studentenstadt.
Hans-Scholl-Halle 2012 (links „Blaues Haus“)
1976–1977 Hans-Scholl-Halle
Bau der Hans-Scholl-Halle.
1975
Einrichtung der ersten Krippe für Kinder studierender Eltern in Deutschland.
1974–1975 4. Bauabschnitt
Es entstehen:
Haus 11, Einzelappartements – 245 Wohnplätze
Haus 12, Ehepaar- und Einzelappartements – 440 Wohnplätze
Haus 13, Einzelappartements – 180 Wohnplätze
Haus 14, Gruppenappartements – 126 Wohnplätze
1971–1973 3. Bauabschnitt
Um der immer größer werdenden Wohnungsnot der Studierenden in München zu begegnen, muss das ursprüngliche Konzept der Studentenstadt aufgegeben werden. Oberste Priorität hat nun die Anzahl der Wohnplätze. Statt der ursprünglich geplanten 1.500 Plätze entstehen nun 2.500, statt Zimmern in Wohngemeinschaften Einzelappartements.
Hanns-Seidel-Haus, Einzelappartements – 617 Wohnplätze
Haus 10, Ehepaar- und Einzelappartements – 66 Wohnplätze
1968
Keine mündlichen Auswahlverfahren beim Einzug in die Studentenstadt.
Aufhebung der Trennung in Häuser für Männer und Häuser für Frauen.
Abschaffung des vom Studierendenwerk bestellten Heimleiters. Statt dessen übernimmt ein von den Studierenden gewählter Haussprecher die Funktion eines Mittlers zwischen Bewohnern, Verein und Studierendenwerk.
1967
Abschaffung der nächtlichen Besuchszeitbeschränkung.
1966–1968 2. Bauabschnitt
Es entstehen:
Häuser 7, Einzelzimmer – 73 Wohnplätze
Haus 8, Einzelzimmer – 19 Wohnplätze, Doppelzimmer – 18 Wohnplätze
1963 Erstbezug
Erstbezug der Studentenstadt.
Blick vom Max-Kade-Haus auf die Atriumhäuser (1962)
1961–1963 1. Bauabschnitt
Es entstehen:
Max-Kade-Haus, Einzelzimmer – 200 Wohnplätze
Egon-Wiberg-Haus, Einzelzimmer – 205 Wohnplätze
Atriumhäuser, Doppel- und Einzelzimmer – 336 Wohnplätze
Die Bauabschnitte der Studentenstadt München · Planung Lang/Pogadl
1960 Architektenwettbewerb
Im für die Realisation der Studentenstadt ausgeschriebenen Architektenwettbewerb erhält der Architekt und Karikaturist der Süddeutschen Zeitung Ernst Maria Lang den ersten Preis. Der Planungsauftrag ergeht an die Architektengemeinschaft Lang und Pogadl.
1959 Gründung des Vereins
Gründung und Eintrag ins Handelsregister des Vereins „Studentenstadt München e.V.“
1. Vorsitzender: Prof. Dr. Egon Wiberg (Rektor der LMU). 2. Vorsitzender: Prof. Dr. Gustav Hassenpflug (Architekt, TH). Schatzmeister: Dr. Josef Kamm (Münchner Bankdirektor). Geschäftsführer: Dr. Eugen Hintermann (Geschäftsführer des Studierendenwerks München), Franz Friedberger (Kanzler der LMU), Prof. Dr. Hermann Krause (Rechtshistoriker, LMU).
Dr. Hanns Seidel, Ministerpräsident des Freistaates Bayern 1957–1960, stellt 80.000 m² am Englischen Garten für die Studentenstadt zur Verfügung. Es folgen langwierige Verhandlungen zwischen dem Freistaat und dem gemeinnützigen Verein um die Konditionen des Erbbauvertrags. Heute ist nach Hanns Seidel das Haus Christoph-Probst-Straße 16 in der Neustadt benannt, in dem 600 Studierende wohnen.
Die Max-Kade-Foundation spendet als finanziellen Startschuss zum Bau der Stadt 1 Mio DM.
Prof. Egon Wiberg, Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität München
1958
Entwicklung eines Konzeptes für die Studentenstadt durch Prof. Egon Wiberg, Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität.